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Grundschulneubau in Tostedt

In Tostedt ist in der Poststraße der Neubau einer vierzügigen Grundschule geplant. Auf der Basis der Planungen wurden die auf dieser Seite dargestellten Visualisierungen erstellt*. Es wird deutlich, dass der wertvolle Baumbestand weitgehend zerstörrt werden würde. Die Klassenräume würden in der Zukunft direkt an der Poststraße bzw. der neuen Stichstraße zwischen dem Kindergarten (oben links im Bild) und der Schule liegen.

Die jetzige Grundschule an der Poststraße ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand, daher ist unstrittig, dass hier möglichst schnell etwas geschehen muss.
Der geplante Neubau einer Grundschule direkt an der Poststraße bzw. an der neuen Stichstraße ist aber eine sehr schlechte Lösung:

  • Durch die Platzierung der Schule direkt an den Straßen würde die Verkehrssituation sehr eingeengt, so dass mit erheblichen Verkehrsproblemen zu rechnen ist und der Verkehr ein erhebliches Gefährdungspotenzial für die Schulkinder darstellt.
  • Die Schüler würden nicht mehr "im Grünen" lernen, sondern ihre Klassenräume würden direkt an der Straße liegen.
  • Während der Bauphase würde teilweise direkt vor den Klassenräumen gebaut. Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen für die Kinder zu rechnen.
  • Der Kindergarten würde durch die Stichstraße vom Schulgelände getrennt. Eine Erweiterung der sehr kleinen Außenspielfläche des Kindergartens würde daher nicht mehr möglich sein.
  • Die Planung ist überdimensioniert und daher mit 5,5 Mio. € auch erheblich zu teuer. Über 10 Jahre sind die relevanten Geburtenzahlen um etwa 37% gesunken. Daher sehen auch der Landkreis und die Schulbehörde in Lüneburg, dass selbst bei einer Schließung der Grundschule in der Diekhofstraße nur ein Bedarf für eine drei- und nicht wie geplant für eine vierzügige Schule besteht.
  • Der Landkreis beabsichtigt die beiden Realschulen in Tostedt zusammenzulegen. Die im letzten Jahr für 750.000,- Euro sanierten Räume der Töste Realschule, die sich auf dem gleichen Gelände wie die Grundschule befinden, würden dann leer stehen. Hierdurch eröffnet sich eine neue Perspektive für die Grundschule, die dringend geprüft werden sollte. Bei der Prüfung dieser Alternative sollten die Lehrer und die Eltern von Anfang an mit einbezogen werden.

Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplan (Dies sind die detaillierten Unterlagen und es lässt sich auch erkennen, welche Bäume gefällt werden sollen.)

 

* Die Visualisierungen wurden von Nadine Prigge (Innenarchitektin) aus Tostedt erstellt. Die Visualisierungen sind von vorhandenen Daten wie dem Lageplan (Stand 24.11.2010) und den Grundrissen (Stand 08.02.2010) abgeleitet worden. Die Darstellung entspricht nicht 100-prozentig der Planung (Materialität, Fensterhöhen, usw.) des Architekturbüros.Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schule befinden sich Straßenbäume. Diese wurden bei der Visualisierung außen vor gelassen, um einen ungehinderten Blick auf das Schulgelände zu erhalten.